Montanhistorisches Dokumentationszentrum


Alle im Deutschen Bergbau-Museum ausgestellten bzw. im Depot befindlichen Exponate und Objekte sowie die schriftlichen Quellen des Bergbau-Archivs sind im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) zusammengefasst.

Mit dem 1969 gegründeten Bergbau-Archiv verfügt der Bergbau als einziger Industriezweig über ein zentrales Wirtschaftsarchiv.

In mehr als 300 Aktenbeständen vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart aus nahezu allen deutschsprachigen Revieren des Erzbergbaus sowie des Stein- und Braunkohlenbergbaus ist die Überlieferung von Unternehmen und Zechen, von Verbänden und Institutionen sowie von Nachlässen gesichert.

Das montan.dok umfasst zugleich die Bibliothek und Fotothek und die Sammlungen des DBM.

Für einen Überblick sowie zur Recherche in den Beständen des montan.dok siehe:
www.montandok.de

Kontakte

Dr. Michael Farrenkopf
Gesamtleitung montan.dok und Leitung Bergbau-Archiv
Tel: +49 234 5877 122
E-Mail: michael.farrenkopf@bergbaumuseum.de

Gudrun Neumann
Sekretariat montan.dok
Tel: +49 234 5877 154
E-Mail: gudrun.neumann@bergbaumuseum.de

Dr. Michael Ganzelewski
Stellv. Leitung montan.dok und Leitung Museale Sammlungen
Tel: +49 234 5877 129
E-Mail: michael.ganzelewski@bergbaumuseum.de

Dr. Stefan Przigoda
Leitung Bibliothek und Fotothek und EDV-Administration montan.dok
Tel: +49 234 5877 118
E-Mail: stefan.przigoda@bergbaumuseum.de

Brigitte Kikillus
Restaurierungswerkstatt montan.dok und Benutzerbetreuung
Tel: +49 234 5877 121
E-Mail: brigitte.kikillus@bergbaumuseum.de

Brigitte Sturm-Rodeck
Technische Mitarbeit und Benutzerbetreuung
Tel: +49 234 5877 187
E-Mail: brigitte.sturm-rodeck@bergbaumuseum.de

Christian Böse M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel: +49 234 5877 168
E-Mail: christian.boese@bergbaumuseum.de

Thomas Jovovic M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel: +49 234 5877 168
E-Mail: thomas.jovovic@bergbaumuseum.de

Dipl.-Ind.Arch. André Köhler
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel: +49 234 5877 152
E-Mail: andre.koehler@bergbaumuseum.de

Dr. Stefan Moitra
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel: +49 234 5877 158
E-Mail: stefan.moitra@bergbaumuseum.de

Eva-Maria Roelevink M.A.
Assoziierte wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte der Ruhr-Universität Bochum
Tel: +49 234 5877 168
E-Mail: eva.roelevink@rub.de

Gisela Kisker
Wissenschaftliche Schreibkraft
Tel: +49 234 5877 152 (nur dienstags und mittwochs)

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Dr. Michael Hein
Dipl.-Ing. Wolf-Dieter Koßke
Dr.-Ing. Jürgen Michelis
Tel jeweils: +49 234 5877 152

Studentische Hilfskräfte

Dipl.-Arch. (FH) Inga Böing B.A.
Tel: +49 234 5877 158
Philipp Hentschel
Tel: +49 234 5877 152
Tabea Malinowski B.A.
Tel: +49 234 5877 158



10 Jahre Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok)


Michael Farrenkopf

Das Montanhistorische Dokumentationszentrum – kurz: montan.dok – ist die zentrale Serviceeinrichtung für die Bewahrung, Restaurierung und Konservierung, Erschließung sowie Zugänglichmachung sämtlicher Sammlungsbestände des Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM). Es integriert die beim DBM bereits wesentlich länger existierenden Abteilungen des Bergbau-Archivs Bochum, der Bibliothek mit angeschlossener Fotothek sowie der Musealen Sammlungen. Innerhalb des DBM als einem der so genannten Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft deckt das montan.dok mit einem klassischen Wirtschaftsarchiv, einer wissenschaftlich ausgerichteten Spezialbibliothek und den überaus heterogenen musealen Objektsammlungen die Bandbreite des Dokumentationswesens in idealtypischer Weise ab.

Aufgrund der spezifischen Anforderungen bei der Lagerung, Konservierung und vor allem Erschließung des jeweiligen Archiv-, Bibliotheks- und Sammlungsgutes sind die Teilbereiche innerhalb des montan.dok allerdings nicht obsolet geworden. Das 1969 parallel zur einstigen Ruhrkohle AG gegründete Bergbau-Archiv Bochum ist weiterhin das zentrale Branchenarchiv für die Überlieferung von Bergbau-Unternehmen, -Verbänden und Privatpersonen (Nach- und Vorlässe) in ganz Deutschland. Ein eigener Archivbeirat unterstützt es bei der Wahrnehmung seiner Kernaufgaben, die weit über die Belange des Ruhrbergbaus hinausreichen. Dass die inzwischen gesetzlich verankerte Rückführung des deutschen Steinkohlenbergbaus bis 2018 das Bergbau-Archiv allerdings in besonderer Weise fordert, ist durchaus gewollt. Seit etwa zwei Jahren fungiert es auf vertraglicher Grundlage als historisches Endarchiv der heutigen RAG Aktiengesellschaft. Deren materielles Erbe langfristig zu sichern, betrifft nicht allein schriftgebundene und audio-visuelle Medien, sondern auch dingliche Artefakte – umso mehr wird das montan.dok seinen schon jetzt bestehenden Charakter als schriftliches und materielles „Gedächtnis des Bergbaus“ auch zukünftig zwangsläufig weiter ausbauen.

Angesichts der notwendigen Permanenz seiner Teilbereiche mag man fragen, worin der Mehrwert der Institution des montan.dok aus heutiger Sicht zu erkennen ist. Es sind im Wesentlichen vier Bereiche, die dessen Etablierung innerhalb des DBM im Jahr 2001 als richtige und zukunftsweisende Entscheidung charakterisieren.

Erstens haben sich durch das montan.dok erhebliche Synergieeffekte in der Umsetzung der grundsätzlich sehr bandbreiten Dokumentationsaufgaben innerhalb des DBM ergeben. Bei seiner Konzeption Ende 2000 war davon auszugehen, dass mit der Gründung des montan.dok keine Mehrung des Stellenplans verbunden sein würde. Tatsächlich operiert das montan.dok bis heute mit lediglich sechs festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Aufgaben und Ziele seither jedoch wesentlich transparenter und damit effizienter aufeinander abgestimmt werden können.

Zweitens sind konkrete und zum Teil sehr umfangreiche Projekte zur strategischen Verklammerung der Dokumentationsbereiche innerhalb des montan.dok umgesetzt worden. Ein zentrales Vorhaben war die Schaffung einer sämtliche Bestände des montan.dok integrierenden Erschließungsdatenbank, die nach fünfjähriger intensiver Entwicklungsarbeit seit 2006 auch über das Internet unter www.montandok.de recherchiert werden kann. Zwar sind hierin aufgrund der Größe der Einrichtung und der üblichen hohen Anforderungen an die Retrokonversion älterer Erschließungsdaten gerade bei den mitunter schon im 19. Jahrhundert angelegten musealen Sammlungen noch nicht alle Bestände verzeichnet. Dass der potentielle Nutzer seither aber bei einer Recherche etwa zum Thema Hibernia die ehemaligen Konzernakten, Sekundärliteratur, Fotografien sowie schließlich museale Objekte aus der Provenienz des Unternehmens auf einen Blick am heimischen PC oder in anderen Internet zugänglichen Ressourcen angezeigt bekommt, ist ein in der Community bislang keinesfalls selbstverständlicher Service. Gemäß externen Gutachten nimmt die im montan.dok realisierte EDV-gestützte Erschließung heute „eine Spitzenposition in der deutschen Museumslandschaft ein und hält auch internationalen Vergleichen stand“.

Drittens hat sich die Etablierung des montan.dok nachhaltig auf die Struktur und Intensität seines eigenen Forschungsprofils ausgewirkt, welches die wissenschaftlichen Mitarbeiter durch die Einbindung des DBM in die Leibniz-Gemeinschaft als außeruniversitärem Forschungsverbund zu erfüllen haben. Einen Schwerpunkt bilden seit geraumer Zeit kooperativ angelegte Forschungs- und Erschließungsprojekte, die gezielt Quellen aus allen Dokumentationsbereichen vereinen und zusätzlich auf die Digitalisierung der Originale ausgerichtet sind. In diesem Zusammenhang konnte beispielsweise der bereits 2002 in das montan.dok/Bergbau-Archiv übernommene zeichnerische Nachlass der für den Industriebau höchst bedeutenden Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer mit mehr als 17.500 Zeichnungen und Plänen modellhaft bearbeitet werden. Gemeinsam mit anderen Forschungsarchiven der Leibniz-Gemeinschaft, die seit 2005 in einem vom montan.dok mit initiierten eigenen Arbeitskreis zusammengeschlossen sind, werden aktuell umfangreiche Vorhaben zur Digitalisierung großformatiger Pläne und technischer Zeichnungen (vgl.
www.digipeer.de) sowie zu Porträtbeständen auf Drittmittelbasis durchgeführt. Letzteres Projekt greift auf Fotografien aus dem Bergbau-Archiv und der Fotothek ebenso zurück wie auf Porträtgemälde aus den Musealen Sammlungen des montan.dok.

Schließlich haben sich durch die beschriebenen Aktivitäten des montan.dok in den letzten zehn Jahren die Voraussetzungen für die Nutzung der eigenen Bestände zugunsten von Dauer- und Sonderausstellungen sukzessive stark verbessert. Dies gilt sowohl für die Bereitstellung von Quellen für Ausstellungsvorhaben Dritter wie auch für eigens vom montan.dok konzipierte Sonderschauen. Zu letzteren gehörten beispielweise die Ausstellungen zum Grubenunglück im nordfranzösischen Courrières vom März 1906 (an mehreren Standorten zwischen 2006 und 2008 gezeigt), die Eröffnungsausstellung des neuen Erweiterungsbaus „Schwarzer Diamant“ des DBM unter dem Titel „Glück auf! Ruhrgebiet“ in der ersten Jahreshälfte 2010 (vgl. www.glueckauf-ruhrgebiet.de sowie www.rag-stiftung.de) sowie eine Sonderausstellung zum Grubenrettungswesen, die voraussichtlich noch bis Mitte Juni 2012 im Hermann-Grochtmann-Museum in Datteln zu sehen ist.

montan.dok
Das Team des montan.dok, Anfang 2010

montan.dok
Mitarbeiter des montan.dok bei einer Aktensichtung auf einer Schachtanlage an der Ruhr, Juni 2011

Goto the top of the page


Deutsches Bergbau-Museum . Am Bergbaumuseum 28 . 44791 Bochum
Forschungsbereich Montanhistorisches Dokumentationszentrum
Tel.: +49 234 5877 154 . Fax.: +49 234 5877 111
montan(dot)dok(at)bergbaumuseum(dot)de



Image



Image